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Immer noch eklig zur MITTWOCHSFRAGE (BŘcher)

verfasst von Tôrgîn(R), 29.11.2017, 12:51

Guten Mittag, Valentine!

>Tut mir leid, dass ich schon wieder jammere, aber dieses Novemberwetter geht mir m├Ąchtig auf den Wecker. Es ist nicht nur kalt (das mag ich auch nicht sonderlich, aber ich k├Ânnte es um diese Jahreszeit noch verschmerzen), sondern dauergrau und, pardon my French, es pisst schon seit Tagen. ├ätzend!

Montag war's hier echt na├č, aber gestern und heute ist es eigentlich ganz sch├Ân, zwar kalt, aber trocken und sogar ein bi├čchen Sonne. Soll sich aber heute abend/morgen auch wieder ├Ąndern. Aber jammern w├Ąre da ein bi├čchen unfair, also la├č ich das mal ...

>Bleibt eigentlich nur, sich mit Lekt├╝re einzukuscheln oder es sich zumindest dann gem├╝tlich zu machen, wenn es Arbeit und Alltag zulassen (├╝ber Langeweile kann ich mich gerade mal wieder nicht beschweren).

Einerseits ja gut, aber nur, wenn auch ein Ende in Sicht ist, soweit es Stress auf der Arbeit betrifft.

>Was lest Ihr denn zur Zeit?

Das angek├╝ndigte Buch "Die lange Reise der Poppie Nongena" von Elsa Joubert. ├ťberzeugt mich nur m├Ą├čig. Ja, man bekommt schon ganz gut mit, wie willk├╝rlich das Apartheid-Regime die schwarze Bev├Âlkerung hin- und her verschoben hat, Familien auseinandergerissen etc, aber das ist mir ja alles auch nicht wirklich neu. Nun ist das Buch im Original 1978 erschienen, also nur zwei Jahre nach dem Aufstand von Soweto, und wohl auch recht schnell in alle m├Âglichen europ├Ąischen Sprachen ├╝bersetzt worden. Als Zeitdokument hatte es da sicher auch Berechtigung und war wichtig, aber heute? Es ist auch sprachlich recht schlicht, und Joubert konnte sich nicht f├╝r eine Erz├Ąhlperspektive entscheiden. Manchmal ist es Poppie in Ich-Form, manchmal einer ihrer Br├╝der in Ich-Form, manchmal ein Dritte-Person-Erz├Ąhler. Das nervt auch ein bi├čchen.

>Ich habe gut die H├Ąlfte der "R├╝ckkehr der Wale" geschafft und bin nur m├Ą├čig begeistert, im Grunde ist es nicht viel mehr als eine ziemlich klischeehafte Liebes-/Dreiecksgeschichte, die oft wie eine nicht allzu gute ├ťbersetzung aus dem Englischen klingt, es aber nicht ist. Immerhin ist der Schauplatz sch├Ân und es gibt ein paar kuriose Fakten ├╝ber die Insel Harris.

Hm, also das klingt wirklich nicht toll. Nur f├╝r kuriose Fakten ├╝ber Harris k├Ânnte man ja auch eine Anekdotensammlung schreiben, das w├Ąre dann bestimmt auch besser zu lesen :-D

>Wisst Ihr schon, was Ihr als n├Ąchstes lesen wollt?

Da ich ├╝berraschenderweise mit dem aktuellen Buch doch schon recht weit bin, habe ich dar├╝ber tats├Ąchlich schon nachgedacht. Es wird wohl Herbert Asbury "Die Gangs von New York" ├╝ber das New Yorker Bandenwesen von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Beginn der 1920er Jahre.

>Bei mir beginnt am Freitag die n├Ąchste Runde in unserem Projekt "A Dance to the Music of Time" von Anthony Powell. Inzwischen sind wir beim 5. Band angekommen, "Casanova's Chinese Restaurant". Die B├╝cher sind zwar keine ganz leichte Lekt├╝re, doch der Blick in die britische Gesellschaft ist immer wieder interessant, vor allem, da wir uns langsam dem 2. Weltkrieg n├Ąhern.

Oha, na dann w├╝nsche ich doch viel Spa├č und gutes Durchhalteverm├Âgen!

>Die Kreativfrage sitzt noch gem├╝tlich im Leuchtturm auf Papey und ├╝berlegt ganz langsam, ob es ein warmes Q gibt :D

Warmes Q k├Ânnte schwierig werden. Die Queen-Charlotte-Inseln vor British Columbia kommen da wohl nicht in Frage. Aber vielleicht k├Ânnte sie nach Jeju-do fahren, die Insel war auch unter dem Namen Quelpart bekannt und liegt vor der S├╝dwestspitze S├╝dkoreas.

Sch├Ânen Gru├č
Tôrgîn


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